Das unmittelbare Geschäftsziel R.C. Fulbrights‘ war die Ausweitung seines vielversprechenden, aber sehr enggefaßten Tätigkeitsbereiches. Unterstützung fand er bei J.H. Crooker, einem örtlichen Prozeß- und früheren Staatsanwalt. Im Jahr 1919 gründeten Fulbright und Crooker die Kanzlei, die heute zu den größten des Landes zählt.
Wichtige Etappe – das Büro Washington, D.C.
Als anerkannter Experte in Transportfragen verbrachte Fulbright einen Großteil seiner Zeit in Washington D.C. mit Verhandlungen vor der Bundeshandelskommission. 1927 eröffnete er die erste Niederlassung in der Hauptstadt der USA.
Im Laufe der Jahre schlossen sich zahlreiche angesehene Juristen, von denen viele über große Erfahrung in unterschiedlichen Bereichen - wie z.B. dem Staatsdienst - verfügten, dem Büro in Washington an. Dies begründete das breitgefächerte Dienstleistungsangebot der Kanzlei.
Während der 1920er Jahre traten John H. Freeman und William B. Bates der Kanzlei bei. Unter ihrer Leitung wurden die Referate Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht erweitert, woraus die Vertretung großer Finanzinstitute resultierte.
Die Ära Jaworski
Leon Jaworski, ein talentierter junger Anwalt, der der Kanzlei eine Niederlage vor einem Berufungsgericht einbrachte, beeindruckte die Partner Freeman und Bates so sehr, daß sie ihn aufforderten, ihrer Kanzlei beizutreten. Zusammen mit Bates baute Jaworski die Kompetenz der Kanzlei im Öl- und Gasgeschäft zu einem der international bedeutendsten Referate für Energierecht auf, welches heute Mandanten in mehr als 75 Ländern der Welt berät.
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs kehrte Jaworski aus Europa zurück und praktizierte fortan in Houston. In den 1950ern wurde sein Name dem Firmennamen hinzugefügt. Später berief man ihn außerdem in das Amt des Präsidenten der State Bar of Texas, der American Bar Association und des American College of Trial Lawyers. In den kommenden Jahren sollte sich Jaworski abermals auszeichnen, besonders als Sonderermittler während der Watergate-Ermittlungen.
Führende Rolle im Gesundheitswesen
Im Jahr 1941 hatten die Partner Freeman und Bates, als Treuhänder der M.D. Anderson Stiftung, eine führende Rolle bei der Schaffung eines medizinischen Zentrums der Stadt Houston inne. Noch heute ist die Kanzlei als Berater der M.D. Anderson Stiftung sowie einiger anderer Institutionen tätig, die dem Texas Medical Center (der mittlerweile größten medizinischen Organisation der Welt) angeschlossen sind. Unser Referat Gesundheitswesen gehört zu den ältesten der USA und berät Mandanten im ganzen Land.
1970er und 1980er Jahre
Während der 1970er und 1980er Jahre expandierte Fulbright & Jaworski erheblich - als Reaktion auf die juristischen Bedürfnisse der Mandantschaft. Die Kanzlei eröffnete Büros in San Antonio, im wirtschaftlichen Ballungsgebiet Dallas/Fort Worth, in Austin und – als erstes Büro außerhalb der USA – in London.
Am 1. Januar 1989 fusionierte die Kanzlei mit Reavis & McGrath, einer „Full-Service-Kanzlei". Dies bedeutete zu diesem Zeitpunkt den bislang größten Zusammenschluß von Anwaltskanzleien in den Vereinigten Staaten. Neben den beiden Büros in New York und Los Angeles, zwei der größten Metropolen des Landes, bedeutete die Fusion eine weitere Ausweitung in den Bereichen Gesellschaftsrecht, Wertpapiergeschäft, Risikokapital und Hochtechnologie.
Die Fusionierung erweiterte die Reichweite der Kanzlei nicht nur geographisch und referatsbezogen, sie förderte auch die weitere internationale Expansion.
Niederlassungen in Asien, Europa und dem Mittleren Osten
1990 eröffnete Fulbright & Jaworski ein Büro in Hongkong. Seit der Übergabe der Provinz Hongkong an China im Jahr 1997 ist unser Büro in Hongkong zunehmend an der beständigen Entwicklung des Landes beteiligt und auf diversen Gebieten, von Immobilienrecht über Manufaktur bis hin zu Energierecht, tätig.
Die späten 1990er brachten eine erhebliche Vergrößerung unseres Referates Gewerblicher Rechtsschutz mit sich. So fusionierte die Sozietät im Jahr 1997 mit Robbins, Berlinder & Carson L.L.P., einer Kanzlei mit Hauptsitz in Los Angeles. 1998 schloss sich die Sozietät mit Anwälten der früheren Kanzlei Pravel, Hewitt, Kimball & Krieger zusammen, sowie auch mit der auf gewerbliche Schutzrechte spezialisierten New Yorker Kanzlei Felfe & Lynch. Im Februar 2000 schlossen sich die meisten Anwälte der Kanzlei Arnold White & Durkee Fulbright & Jaworski an, womit die Kanzlei in Minneapolis ihre zehnte Niederlassung errichtete.
Mit der Eröffnung des Büros in München im Mai 2002 feierte die Kanzlei ihre elfte Repräsentanz weltweit und gleichzeitig die dritte Niederlassung im Ausland. Das Büro stellt nicht nur angesichts des in München ansässigen Europäischen Patentamtes und der zunehmenden internationalen Bedeutung europäischen Wirtschaftsrechtes einen für uns wichtigen strategischen Standort dar.
Mit den im Dezember 2005 eröffneten Büros in Dubai und Riad baut die Kanzlei seine Expertise in den Bereichen Energierecht und internationale Transaktionen entscheidend aus, womit unsere Mandanten weltweit noch besser beraten sind.
Ende 2006 kamen 3 weitere Büros hinzu. Das Büro in St. Louis ist spezialisiert im Bereich Gesundheitswesen, die Büros in Peking und Denver erweitern den Bereich Energierecht entscheidend.


